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Haftpflichtversicherung  - Warum man Gefälligkeitsschäden versichern sollte
Ein Nachbar gießt den Garten seines Nachbarn, vergisst danach, den Hahn
zuzudrehen. Der Schaden: Über 7.000 Euro. Dieser Fall von Gefälligkeitsschäden
wurde vor kurzem publik. Oft sind solche Schäden in einer Haftpflichtversicherung
nicht automatisch abgedeckt. Versicherungsmakler Hubert Gierhartz plädiert dafür,
die extra Euro dafür zu bezahlen – sonst gingen Kunden ein unkalkulierbares Risiko
ein. Paragraf 823 BGB besagt: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“
Das heißt, jeder haftet mit seinem Vermögen und Einkünften bei einem nicht versicherten verursachten Schaden. Das kann den vollständigen Ruin bedeuten, wenn keine private Haftpflichtversicherung besteht. Die private Haftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung, auf die keiner verzichten sollte. Sie reguliert ersatzpflichtige Schäden, und wehrt unberechtigte Schadenersatzforderungen (passiver Rechtsschutz) ab.
Leistung überall gleich?
Soweit so gut. Der Verbraucher erkennt die Notwendigkeit einer privaten Haftpflichtversicherung, und schließt einen Vertrag ab.
Es ist noch herrschende Meinung, dass Haftpflichtversicherungsverträge alle den gleichen Leistungsumfang haben. Das wird auch vielfach so übermittelt, weil kein Anbieter natürlich von sich aus auf fehlenden Versicherungsschutz in seinem Vertrag hinweist. Mehr Leistung, mehr Prämie. Das ist eigentlich logisch. Da allerdings dem Verbraucher immer wieder suggeriert wird,
dass einzig und allein die Prämie für eine Kaufentscheidung maßgeblich ist, wird über schlechten und fehlenden Versicherungsschutz nicht gesprochen. Der Verkauf ist wichtig, und die günstige Prämie ist hier das entscheidende Argument.

Das ist aber mehr als gefährlich. Stellen Sie sich vor, ein Auto hat keine Sicherheitsgurte, keine Knautschzone, keine Airbags, kein Seitenaufprallschutz und Sicherheitslenksäule. Würden Sie sich im Straßenverkehr ohne diesen Schutz wohl fühlen? Und wie viele Menschen haben schon aufgrund dieses passiven Unfallschutzes schwere Autounfälle überlebt, oder sind mit relativ leichten Verletzungen davon gekommen? Kein Mensch verzichtet auf diesen passiven
Unfallschutz, oder stellt diesen heute noch in Frage. Haftpflicht muss optimalen Schutz liefern. Genauso wichtig ist es, dass die private Haftpflichtversicherung einen optimalen Versicherungsschutz bietet. Auch hier gibt es keine Kompromisse. Es wird in den Medien zur Zeit über einen Schadensfall berichtet, der deutlich machen soll, wie wichtig es ist, den richtigen Haftpflichtvertrag abgeschlossen zu haben.
Ein Nachbar hatte sich bereit erklärt, den Garten seines Nachbarn während urlaubsbedingter Abwesenheit zu versorgen. Dabei hat er vergessen, den Wasserhahn abzudrehen. Das hat zur Folge, dass sich das Wasser in das Kellergeschoss ergoss. Es entstand ein Schaden in Höhe von 7.300
Euro. Die Wohngebäudeversicherung des Geschädigten nahm den hilfsbereiten Nachbarn in Regress, das heißt er beziehungsweise seine Haftpflichtversicherung sollten die 7.300 Euro ersetzen. Das Oberlandgericht Hamm verurteilte den hilfsbereiten Nachbar beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung zur Zahlung der Summe. Gefälligkeitsschaden ist oft nicht versichert. Diese Nachbarschaftshilfe war ein sogenannter Gefälligkeitsschaden, und in der privaten Haftpflicht
nicht versichert, es sei denn, ich habe einen Vertrag in Händen, der Gefälligkeitsschäden mitversichert.
Natürlich haben auch die Verbraucherschützer sich zu diesem Schadensfall zu Wort gemeldet. Sie bekamen im Deutschlandfunk vertreten durch Kerstin Becker-Eiselen, Verbraucherzentrale Hamburg, und Bianca Boss, Bund der Versicherten, die Gelegenheit, Verbraucher aufzuklären.Es kam dabei zu erstaunlichen Aussagen:
So behauptet Becker-Eiselen: Schäden, die aus Gefälligkeiten entstehen, werden in der Haftpflichtversicherung grundsätzlich nicht erfasst. Sie kommt aber dann zu folgender Erkenntnis. Stillschweigender Haftungsausschluss im Fall von Schäden, ich zitiere wortwörtlich:  „Bei Freundschaftsdiensten wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Beteiligten stillschweigend einen Haftungsausschluss vereinbart haben. Das bedeutet, dass der Helfende, sofern
er nicht grob fahrlässig handelt, für den Schaden nicht aufkommen muss. Wer vermeiden möchte, dass durch solche Situationen eine gute Nachbarschaft in die Brüche geht, kann vorbeugen. Es gibt die Möglichkeit, das in eine Haftpflichtversicherung mit einzuschließen – wenn man das
Gefühl hat, man möchte abgesichert sein, vielleicht, weil man tatsächlich gelegentlich beim Umzug hilft und es dort auch um teure Gegenstände gehen könnte, dann kann man das mit reinnehmen. Es ist sicherlich nicht Mindestversicherungsschutz, den man haben muss.“ Gefälligkeitsschäden mitversichern Bianca Boss kommt zu dem Schluss, Gefälligkeitsschäden bis zu einer Höhe von 10.000 Euro mitzuversichern. „Das dürfte auch meist ausreichen, wenn man jemandem beim Umzug hilft, und den Fernseher doch mal fallen lässt. Dann sind aber solche Schäden auf jeden Fall mit drin. Natürlich, das muss man wissen, immer nur zum Zeitwert. Es ist keine Neuwertversicherung. Man kann sich dann nicht den neuen Flachbildschirm kaufen und an die Wand hängen.“
Es geht abenteuerlich weiter: Hilft man Freunden beispielsweise beim Hausbau und bekommt dafür Geld, so ist das in Ordnung, wenn es sich nicht um Gewinn bringende Dienstleistungen handelt. Kommt es zu Verletzungen, sind
auch das Gefälligkeitsschäden, sagt Bianca Boss. „Aber natürlich nur wenn ich jemanden schädige.“
Halten wir also fest, was die Verbraucherschützerinnen sagen:
• Gefälligkeitsschäden zu versichern, ist nicht unbedingt notwendig.
• Wenn, dann reicht eine Versicherungssumme von 10.000 Euro aus.
• Verletzungen über 10.000 Euro kommen nicht vor.
Was maßen sich diese wohl scheinbar sehr gut verdienenden Damen an?
Jeder sollte dabei wissen, dass die Aufforderung „Hilf mir bitte“ einen Gefälligkeitsschaden unter Umständen nach sich ziehen kann. Eine Situation, der sich jeder täglich stellen muss. Was würden Sie mir sagen, wenn ich behaupten würde, passiver Unfallschutz im Auto ist überflüssig?
Begründung: Ich fahre immer vorsichtig.
In diesem Fall ist nur das Thema Gefälligkeitsschäden behandelt. Es gibt noch viele andere Schäden, die auftreten können, und für die ich in die Haftung genommen werden kann.                Guter Schutz muss nicht teuer sein
Einen guten Haftpflichtversicherungsschutz gibt es für die Familie zwischen 70 und 100 Euro. Will man absolut sicherstellen, dass man nicht in Haftung genommen wird, kann man Verträge für eine  Jahresprämie von 130 bis 160 Euro abschließen. Wenn man zu der Auffassung kommt, dass Kleinschäden nicht unbedingt versichert sein müssen, die kann man durchaus im Falle eines Falles selber zahlen, wählt man eine Eigenbeteiligung von rund 150 Euro. Die Jahresprämie reduziert sich dann auf 70 bis 100 Euro, je nach Anbieter. Für Singles und Senioren gibt es Sondertarife.
Wem das zu viel ist, spart am falschen Ende. Zum Verzicht auf diese Jahresprämien gehe ich ein nicht kalkulierbares Risiko ein. Ein schlechter Rat.


Dieser Artikel erschien am 17.02.2016 unter folgendem Link:
http://www.pfefferminzia.de/haftpflichtversicherung-warum-man-gefaelligkeitsschaeden-versichern-sollte-1455696852/

 

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